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Albert Camus |
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Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen
uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.
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Um einer angeborenen Gleichgültigkeit die Waage zu halten,
wurde ich halbwegs zwischen das Elend und die Sonne gestellt.
Das Elend hinderte mich, zu glauben, daß alles unter der Sonne und in
der Geschichte gut sei; die Sonne lehrte mich, daß die Geschichte
nicht alles ist. Das Leben ändern, ja, nicht aber die Welt, die ich zu
meiner Gottheit machte. So kam es wohl, daß ich die unbequeme Laufbahn
einschlug, die die meine ist, und voll Unschuld das hohe Seil betrat,
auf dem ich mühsam vorwärtsschreite, ungewiß, ob ich das Ziel
erreichen werde. Mit anderen Worten: ich wurde Künstler, wenn es denn
wahr ist, daß es keine Kunst gibt ohne ein Ablehnen und ein Bejahen.
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In der Kunst kommt alles gleichzeitig, oder es kommt nichts; kein
Licht ohne Flamme. Stendhal sagte einmal: "Meine Seele jedoch ist ein
Feuer, das leidet, wenn es nicht lodert." Die Menschen, die ihm in
dieser Beziehung ähnlich sind, sollten nur in diesem Lodern schaffen.
Aus der Spitze der Flammen steigt kerzengerade der Schrei und findet
seine eigenen Worte, die ihn dann ihrerseits weitertragen. Ich meine
damit das Ereignis, das wir alle, die wir nicht gewiß sind, Künstler
zu sein, Tag für Tag erwarten, uns endlich ins Leben zu willigen.
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Man ist immer auf Kosten eines anderen frei.
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das Leben ist soviel wert wie der Tod, und der Mensch ist aus dem
Holz geschnitzt, aus dem man Scheiterhaufen macht.
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